Geschichte und Entwicklung des IKV - Von 1950 bis heute

Forschung bringt Zukunft
1950 begannen Kunststoffe die Welt zu verändern. Seitdem muss sich die Branche permanent neuen Herausforderungen stellen. Seit seiner Gründung begleitet das IKV die Kunststoffindustrie bei der Bewältigung dieser Herausforderungen. Heute ist Ressourceneffizienz wichtiger denn je. Deshalb entwickeln wir am IKV zukunftsweisende Technologien für eine ökonomisch und ökologisch effiziente Verarbeitung der Kunststoffe.

2016

  • Die Montanuniversität Leoben zeichnet Professor Georg Menges, den früheren Institutsleiter des IKV, mit dem Ehrendoktorat aus.
  • Der vierte Bauabschnitt des IKV-Gebäudekomplexes auf dem Campus Melaten wird fertiggestellt und der Hauptsitz des Instituts von der Pontstraße in den Seffenter Weg verlagert.

2014

  • Der Innovationspreis 2014 in der Kategorie „Innovation“ des Landes NRW geht an Professor Christian Hopmann, Institutsleiter des IKV. Der Innovationspreis des Landes NRW gehört zu den bedeutendsten deutschen Forschungspreisen und ist mit insgesamt 150 000 Euro dotiert. 

2012

  • Das Aachener Zentrum für Integrativen Leichtbau (AZL) wird von IKV und WZL gegründet.

2011

  • Professor Christian Hopmann wird neuer Institutsleiter am IKV. Professor Walter Michaeli verabschiedet sich nach 23 überaus erfolgreichen Jahren als Institutsleiter und nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.
  • Das IKV trauert um Professor Ullrich Masberg, der im Alter von nur 63 Jahren im März 2011 verstarb.

2010

  • Das 25. Internationale Kunststofftechnische Kolloquium ist gegen den allgemeinen Trend erfolgreich. 500 Fachleute aus über 250 Unternehmen und aus 15 Nationen treffen sich in Aachen, um über Perspektiven für die Kunststofftechnik zu diskutieren. Das IKV feiert sechs Jahrzehnte Forschungsexpertise.

2009

  • Professor Walter Michaeli erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
  • Das IKV wird als Ort im "Land der Ideen" ausgezeichnet. Mehr als 250 Schüler besuchen daraufhin diesen Ort.

2008

  • Seit Bestehen des Instituts wurden 4152 Studienarbeiten und 2709 Diplomarbeiten angefertigt, 457 Dissertationen betreut und 3675 Zeitschriften- und Buchveröffentlichungen verfasst. Insgesamt besuchten 389 303 Teilnehmer die IKV-Lehrgänge in den Kursstätten (Stand: 1. Januar 2008).

2007

  • Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wurde der Antrag der RWTH Aachen für das Zukunftskonzept einer integrierten interdisziplinären Technischen Universität "RWTH 2020: Meeting Global Challenges" von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat (WR) bewilligt. Als eines der drittmittelstärksten Institute hat das IKV einen großen Beitrag zu dieser Auszeichnung geleistet.

2006

  • Gemeinsam mit 17 weiteren Partnern der RWTH Aachen nimmt das IKV erfolgreich an der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern teil. Am 1. November 2006 startet daraufhin der Exzellenzcluster "Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer". Das IKV ist als eines der größten Institute an sechs Einzelprojekten des Exzellenzclusters aktiv beteiligt.

2005

  • Nachdem in 2004 mit dem dritten Bauabschnitt im Erweiterungsgebiet Seffent Melaten (heute Campus Melaten) begonnen wurde, erfolgt 2005 die Fertigstellung. Die Abteilungen Extrusion und Weiterverarbeitung sowie Formteilauslegung / Werkstofftechnik und das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung (KAP) beziehen die neuen Gebäude. Bisherige Standorte wie die Gebäude in der Nizzaallee oder der seit 1968 genutzte Bunker an der Försterstraße in Aachen werden aufgegeben.

2003

  • Das IKV erweitert seine Aktivitäten zur werkstofftechnischen Analyse und Prüfung und gründet das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung (KAP). Anfang 2006 erreicht KAP die offizielle Zertifizierung nach ISO 9001:2001 (heute 9001:2008).

1999

  • 4. März 1999: Informationsforum „Aachen - Innovationszentrum für Kunststoffe“. Im Krönungssaal des Aachener Rathauses stellt die Aachener Region der internationalen Kunststoffbranche ihre einmaligen Möglichkeiten und Perspektiven vor.

1998

  • Der Erweiterungsbau des Instituts in Seffent Melaten wird offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Technische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg verleiht Prof. Dr.-Ing. Walter Michaeli die Würde eines Doktors der Ingenieurwissenschaften Ehren halber.

1996

  • Beginn des zweiten Bauabschnitts des Demonstrationszentrums für Faserverbundkunststoffe im Erweiterungsgebiet Seffent Melaten (seit 2009: Campus Melaten). An diesem zentralen Standort soll das gesamte Institut einmal zusammengeführt werden.

1992

  • Nachdem das Demonstrationszentrum für Faserverbundkunststoffe bereits 1989 seine Tätigkeit aufgenommen hat, erfolgt 1992 die Grundsteinlegung des neuen Gebäudes im Erweiterungsgebiet der Hochschule in Seffent Melaten (Campus Melaten). Bereits im Folgejahr übernimmt die Abteilung Faserverstärkte Kunststoffe des IKV die 1500 m² großen Räumlichkeiten. 1994 wird das Demonstrationszentrum für Faserverbundkunststoffe offiziell seiner Bestimmung übergeben.

1991

  • Zum Wintersemester 1991/92 wird der EUPOCO-Aufbaustudiengang „Polymers and Composites Engineering“ unter Beteiligung des IKV an der katholischen Hochschule in Leuven, Belgien, eingerichtet, 35 Studenten aus 12 Ländern schreiben sich erstmals ein.

1989

  • Emeritierung von Prof. Dr.-Ing. Georg Menges nach 24 Jahren Hochschullehrtätigkeit. Prof. Dr.-Ing. Walter Michaeli wird Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen.

1988

  • Prof. Dr.-Ing. Walter Michaeli übernimmt von Prof. Dr.-Ing. Georg Menges die Leitung des Instituts für Kunststoffverarbeitung und die Geschäftsführung der Fördervereinigung. Professor Menges wird im Krönungssaal des Aachener Rathauses offiziell verabschiedet. 

1987

  • Prof. Dr.-Ing. Walter Michaeli wird auf den "Stiftungslehrstuhl Kunststoffverarbeitung" an der RWTH Aachen berufen. Bezug neuer Räumlichkeiten im ehemaligen Forschungslabor der Vereinigten Glaswerke (VEGLA) in der Nizzaallee durch die physikalische und rheologische Messtechnik, die Laborextrusion, die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und das Fernsehstudio der Abteilung Handwerk.

1986

  • Der Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW (TTH NRW) wird gegründet. Gemeinsam mit der Landes-Gewerbeförderungsstelle des Handwerks NRW (LGH) werden Technologie-Berater betreut und fortgebildet. 

1982

  • Errichtung einer Technologietransferstelle für das Handwerk und klein- und mittelständische Unternehmen (KMU). Bei den Lehrgängen für das Handwerk wird im Folgejahr die Teilnehmergrenze von 100 000 überschritten.

1975

  • Grundsteinlegung zum neuen Erweiterungsbau Ecke Pontstraße/Templergraben im Jubiläumsjahr des 25-jährigen Bestehens. Die Fertigstellung des Neubaus erfolgt im Jahr 1977. 

1974

  • Prof. Dr.-Ing. Helmut Potente wird Leiter der neu geschaffenen Abteilung „Fügen, Umformen, Veredeln“ des IKV, ehe er 1980 eine Professur an der Gesamthochschule Paderborn annimmt.

1971

  • Der ehemalige Bunker in der Försterstraße wird auf 1160 m² Nutzfläche ausgebaut.

1970

  • Zum Wintersemester 1970/71 wird eine eigene Fachrichtung „Kunststofftechnik“ an der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen eingerichtet.

1968

  • Das Institut wächst. Im Herbst 1968 werden erste Teile der Prüfabteilung in einem alten Luftschutzbunker in der Försterstraße untergebracht.

1966

  • 3. Kunststofftechnisches Kolloquium des IKV. Von nun an finden die Kunststofftechnischen Kolloquien des IKV im Zweijahresrhythmus statt.

1965

  • Prof. Dr.-Ing. Georg Menges wird neuer Institutsleiter und ordentlicher Professor für das neugeschaffene Ordinariat für Kunststoffverarbeitung. 

1964

  • Professor Henning verstirbt unerwartet am 10. Mai 1964. Bis zur Neubesetzung übernimmt Professor Krekeler erneut die Leitung des Instituts.

1959

  • Prof. Dr.-Ing. A. H. Henning übernimmt als Nachfolger von Professor Krekeler die Leitung des Instituts für Kunststoffverarbeitung und des Instituts für Schweißtechnische Fertigungsverfahren - Einweihung des Institutsneubaus in der Pontstraße 49.

1956

  • Seit 1956 verfügt das Institut über die neu eingerichtete Abteilung Handwerk. Im Auftrag des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) werden auf breiter Basis Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Handwerkswirtschaft geschaffen.

1955

  • Das „2. Kolloquium über Kunststoff-Verarbeitung in Aachen“ findet im Roten Hörsaal der RWTH Aachen statt.

1951

  • Das IKV wird Institut an der RWTH Aachen. Auf Initiative einiger Unternehmen der Chemie und der Kunststoffverarbeitung entsteht die „Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen e.V.“. 

1950

  • 28. Oktober 1950: Gründung des Instituts für Kunststoffverarbeitung auf dem 1. Kolloquium Kunststoffverarbeitung, wie es damals noch hieß. Prof. Dr.-Ing. habil. Karl Krekeler wird zum Institutsleiter berufen. In Kooperation zwischen Wirtschaft und universitärer Forschung sollen Studenten praxisnah ausgebildet und Problemlösungen für die Industrie erarbeitet werden. Das Motto "Forschung für die Praxis" wird zum Leitmotiv des Instituts.