Forschungsprojekt

EPForm – VarMisch

Mehr Produktionseffizienz durch gezielte Nutzung plastischer Verformbarkeit vernetzender Formmassen

Im Forschungsvorhaben EPForm soll untersucht werden, wie die plastische Verformbarkeit teilvernetzter Duroplaste gezielt für die nachträgliche Formgebung genutzt werden kann. Ziel ist es, ein definiertes Prozessfenster für das Warmumformen zu identifizieren und praxistaugliche Leitlinien zur Bestimmung dieses Fensters bereitzustellen.

Im Projekt wird die gesamte Prozesskette – von der Materialherstellung bis zur Bauteilnachbearbeitung – systematisch betrachtet. Im Mittelpunkt stehen faserverstärkte Kunststoffe, die mittels Niederdruckverfahren oder Pultrusion verarbeitet wurden. Diese kommen vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zum Einsatz. Durch gezieltes Nachformen kann nicht nur Bauteilverzug korrigiert, sondern auch die Ausschussrate deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig ermöglichen teilvernetzte Halbzeuge flexible Geometrien – ohne teure Spezialwerkzeuge.

Das Projekt soll anwendbare Materialmodelle für die Simulation des plastischen Verhaltens und konkrete Handlungsempfehlungen für die Produktion liefern. So können KMU ihre Fertigung effizienter gestalten, neue Anwendungen erschließen und flexibler auf Kundenwünsche reagieren – bei gleichzeitigem Material- und Ressourceneinsatz. Die Forschung trägt so zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Weiterentwicklung faserverstärkter Kunststoffe bei.

IGF 23299 N© IKV
Abb. 1: Das Projekt soll anwendbare Materialmodelle für die Simulation des plastischen Verhaltens vernetzender Formmassen und konkrete Handlungsempfehlungen für die Produktion liefern.
Projektdaten und Förderung

Wir danken dem BMWE für die Förderung des IGF-Projekts (Förderkennzeichen 23299 N) und den Projektpartnern für die Zusammenarbeit.

Projektlaufzeit: 01.03.2024 – 28.02.2026

Förderung:

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Schlagworte

  • Faserverstärkte Kunststoffe
  • Modellierung
  • Nachhaltigkeit
  • Prozessoptimierung
  • Pultrusion